Polyurethan (PUR)
In aller Kürze
Polyurethan (PUR, teils auch PU genannt) ist ein Polymerwerkstoff, dessen Eigenschaften sich über die Rezeptur gezielt einstellen lassen – von elastisch bis hart.
In technischen Anwendungen spielt PUR vor allem dort eine Rolle, wo Abrieb, mechanische Belastung und eine dauerhafte Formstabilität relevant sind, zum Beispiel in der Dichtungstechnik sowie bei verschleißbeanspruchten Bauteilen und Auskleidungen.
Wenn es um Plattenware für Zuschnitt und Weiterverarbeitung geht, ist die Produktseite PUR Gummiplatte der passende Einstieg in Abmessungen und Varianten.
Grundlagen und Eigenschaften von Polyurethan (PUR)
Polyurethan entsteht durch die chemische Reaktion von Polyolen mit Isocyanaten. Über Art, Verhältnis und Zusatzstoffe dieser Komponenten lässt sich das Material gezielt einstellen.
Dadurch deckt PUR ein breites Eigenschaftsspektrum ab, das von weich-elastischen bis zu sehr harten, hoch belastbaren Qualitäten reicht. In der industriellen Praxis werden überwiegend elastomere PUR-Typen eingesetzt.
Typische Eigenschaften von PUR
- hohe Abriebfestigkeit bei dynamischer Belastung
- sehr gute mechanische Festigkeit und Reißweiterreißfestigkeit
- gute Rückstelleigenschaften auch bei Dauerbeanspruchung
- einstellbare Härtebereiche für unterschiedliche Anwendungen
Diese Kombination macht PUR besonders geeignet für Bauteile, die dauerhaft mechanisch beansprucht werden und dennoch formstabil bleiben müssen. Typische Ausführungen finden sich in Form von Platten, aus denen Zuschnitte gefertigt werden, etwa als PUR Gummiplatten für technische Anwendungen.
Grundlagen und Eigenschaften von Polyurethan (PUR)
Polyurethan entsteht durch die chemische Reaktion von Polyolen mit Isocyanaten. Über Art, Verhältnis und Zusatzstoffe dieser Komponenten lässt sich das Material gezielt einstellen. Dadurch deckt PUR ein breites Eigenschaftsspektrum ab, das von weich-elastischen bis zu sehr harten, hoch belastbaren Qualitäten reicht. In der industriellen Praxis werden überwiegend elastomere PUR-Typen eingesetzt.Typische Eigenschaften von PUR
- hohe Abriebfestigkeit bei dynamischer Belastung
- sehr gute mechanische Festigkeit und Reißweiterreißfestigkeit
- gute Rückstelleigenschaften auch bei Dauerbeanspruchung
- einstellbare Härtebereiche für unterschiedliche Anwendungen
Härtebereiche und mechanische Kennwerte von Polyurethan (PUR)
Polyurethan ist in einem sehr breiten Härtespektrum verfügbar. Je nach Rezeptur reicht der Bereich von weich-elastischen Qualitäten bis zu nahezu kunststoffartigen Ausführungen.
In der Praxis wird die Härte meist in Shore A oder Shore D angegeben. Weiche PUR-Typen beginnen bei etwa 60 Shore A, harte Varianten können Werte von über 70 Shore D erreichen.
Typische Kennwerte von PUR-Elastomeren
- Härtebereich: ca. 60 Shore A bis >70 Shore D
- sehr hohe Abriebfestigkeit im Vergleich zu klassischen Elastomeren
- hohe Reißfestigkeit bei dynamischer Belastung
- gute Druckverformungsrest-Werte bei Dauerlast
Diese Eigenschaften machen PUR besonders interessant für Anwendungen, bei denen Gummiwerkstoffe wie NBR oder SBR an ihre Grenzen stoßen. Eine materialbezogene Abgrenzung findet sich in der Übersicht zu Elastomeren.
Einsatzbereiche und typische Anwendungen von Polyurethan (PUR)
Polyurethan wird überall dort eingesetzt, wo Bauteile dauerhaft mechanischen Belastungen ausgesetzt sind und eine hohe Lebensdauer gefordert ist. Der Werkstoff verbindet Elastizität mit außergewöhnlicher Verschleißfestigkeit.
Typische industrielle Einsatzbereiche
- Verschleißschutzplatten und Auskleidungen in Förder- und Transporttechnik
- Dämpfungs- und Anschlagselemente im Maschinen- und Anlagenbau
- Abstreifer, Führungen und Gleitkomponenten
- Form- und Stanzteile mit hoher dynamischer Beanspruchung
In vielen dieser Anwendungen kommt PUR als Plattenmaterial zum Einsatz, aus dem passgenaue Zuschnitte gefertigt werden. Für diesen Anwendungsfall bietet die Seite PUR Gummiplatte eine Übersicht zu verfügbaren Varianten und Abmessungen.
Bei funktionalen Bauteilen mit definierter Geometrie wird PUR zudem häufig als Zuschnitt oder Fertigteil eingesetzt, wenn alternative Elastomere vorzeitig verschleißen.
Beständigkeiten von Polyurethan (PUR)
Die Beständigkeit von Polyurethan hängt stark von der jeweiligen Rezeptur ab. Allgemein zeigt PUR sehr gute mechanische Stabilität, während chemische und thermische Einflüsse materialabhängig zu bewerten sind.
Chemische Beständigkeit
PUR ist gegenüber vielen Ölen, Fetten und Kraftstoffen gut beständig. Gegenüber Säuren, Laugen und Lösungsmitteln variiert die Widerstandsfähigkeit je nach Zusammensetzung deutlich und sollte anwendungsspezifisch geprüft werden.
Temperaturbeständigkeit
Typische Einsatztemperaturen liegen im Bereich von etwa −30 °C bis +80 °C. Kurzzeitig sind höhere Temperaturen möglich, abhängig vom PUR-Typ und der mechanischen Belastung.
Umgebungseinflüsse
Gegenüber Ozon und UV-Strahlung zeigt PUR eine eingeschränkte Beständigkeit. Für Anwendungen im Außenbereich oder bei dauerhafter Bewitterung sind entsprechende Materialauswahl oder Schutzmaßnahmen erforderlich.
Für Anwendungen mit speziellen Medien- oder Temperatureinflüssen empfiehlt sich der Abgleich mit alternativen Werkstoffen aus dem Bereich der Elastomere.
Abgrenzung von Polyurethan (PUR) zu anderen Elastomeren
Polyurethan unterscheidet sich von klassischen Elastomeren vor allem durch seine Kombination aus sehr hoher Abriebfestigkeit und einstellbarer Härte. Diese Eigenschaften führen dazu, dass PUR häufig dort eingesetzt wird, wo Standardgummis schneller verschleißen.
PUR im Vergleich zu NBR, EPDM und SBR
- NBR: gut öl- und kraftstoffbeständig, jedoch geringere Abriebfestigkeit als PUR
- EPDM: sehr gute Witterungs- und Ozonbeständigkeit, jedoch mechanisch weniger belastbar
- SBR: wirtschaftlicher Allround-Werkstoff, jedoch begrenzte Beständigkeit und Lebensdauer
PUR bietet eine deutlich höhere Verschleißfestigkeit als diese Werkstoffe, während chemische oder witterungsbedingte Anforderungen je nach Anwendung besser durch spezialisierte Elastomere abgedeckt werden.
Eine strukturierte Übersicht der gängigen Werkstoffe findet sich im Bereich Elastomere, der als Entscheidungshilfe für die Materialauswahl dient.
Häufige Fragen zu Polyurethan (PUR)
Was ist der Unterschied zwischen PUR und PU?
PUR und PU bezeichnen denselben Werkstoff. PUR steht für Polyurethan, während PU die gebräuchliche Kurzform ist.
Ist Polyurethan ein Gummi?
Polyurethan zählt zu den Elastomeren, unterscheidet sich jedoch deutlich von klassischen Gummis wie NBR oder EPDM durch höhere Abriebfestigkeit und ein breiteres Härtespektrum.
Wie abriebfest ist PUR im Vergleich zu Gummi?
PUR besitzt eine sehr hohe Abriebfestigkeit und übertrifft herkömmliche Gummimaterialien in vielen dynamisch belasteten Anwendungen deutlich.
Welche Härten sind bei PUR möglich?
Polyurethan ist in Härtebereichen von etwa 60 Shore A bis über 70 Shore D verfügbar, abhängig von der jeweiligen Rezeptur.
Ist PUR öl- und chemikalienbeständig?
PUR zeigt eine gute Beständigkeit gegenüber vielen Ölen und Fetten. Die chemische Beständigkeit gegenüber Säuren, Laugen oder Lösungsmitteln ist rezepturabhängig.
Für welche Anwendungen eignet sich PUR besonders?
Typische Einsatzbereiche sind Verschleißschutz, Fördertechnik, Maschinenbau sowie Bauteile mit hoher mechanischer Dauerbelastung.
In welchen Formen ist PUR erhältlich?
PUR wird unter anderem als Plattenmaterial geliefert, aus dem individuelle Zuschnitte gefertigt werden, etwa als PUR Gummiplatte.